Roman Gottschalk


Nationalität: Deutsch
Stadt, Land: Lübeck, Deutschland
Studiengang, Abschluss: duales Studium Maschinen­bau; Fachrichtung Produktentwicklung, Werkstoffe und Produktion, M.Sc.
Abschlussjahr: 2015
Arbeitgeber und Position: Nordischer Maschinenbau Rud. Baader GmbH + Co. KG., Entwicklungsingenieur Fisch-Verarbeitungsmaschinen

Warum haben Sie sich damals für die TUHH ent­schieden und war das aus heutiger Sicht gut?
Ich wollte damals unbedingt ein duales Studium absolvieren, da ich von einem Freund, der ein duales Studium bei der BASF absolviert hatte, hörte, dass so das erlernte Wissen bereits während des Studiums praktisch angewendet werden kann. Außerdem wollte ich gerne an einer Universität studieren, um die bestmögliche Ausbildung zu bekommen. Diese interessante Kombination gab es damals an der TUHH in Verbindung mit der Firma Baader. Auch aus heutiger Sicht war die Teilnah­me an dual@TUHH sehr gut. Fachlich hat mich das Studium sehr gut auf mein jetziges Berufsle­ben vorbereitet. Außerdem konnte ich durch das Austausch-Programm der TUHH mit der University of Waterloo in Kanada unvergessliche Auslandser­fahrungen sammeln, die meinen sprachlichen und kulturellen Horizont erweitert haben.

Was war Ihre Motivation dieses Studienfach und diesen Beruf zu wählen?
Ich habe als Kind viel mit Lego gespielt, später dann mit Lego Technik und Lego Mindstorms. Da habe ich gemerkt, wie viel Spaß es mir macht, neue Maschinen zu bauen und diese dann auch durch die Programmierung zum Leben zu erwecken. Zudem hat mich der Gedanke gereizt, die theore­tischen Kenntnisse der TUHH mit der Praxis aus einem Partnerunternehmen verzahnen zu können. Deswegen war ziemlich früh für mich klar, dass ich Ingenieur im klassischen Maschinenbau werden möchte.

Was ist das Tollste an Ihrem Job?
Am tollsten finde ich, dass ich an der gesamten Entwicklung einer neuen Maschine selbst mitwir­ken kann: von der Konzeptphase und Konstruktion am Schreibtisch über das Testen der Versuchs­maschine in der Versuchswerkstatt bis hin zur Erprobung des Prototyps vor Ort beim Kunden zum Beispiel in Norwegen oder Schottland. Diese Reisen sind zwar oft sehr anstrengend, aber ich lerne unglaublich viel vor Ort und es ist ein tolles Gefühl, wenn der Kunde mit der neuen Maschine zufrieden ist.

Was nutzen Sie aus dem Studium für Ihren Beruf?
Je nachdem, um welche Komponenten oder Baugruppen es in der Entwicklung gerade geht, nutze ich unterschiedliche Dinge aus dem Studi­um. Meine Kenntnisse aus dem Bereich Mechanik und Konstruktionslehre wende ich häufig an, weil zum Beispiel unsere Filetiermaschinen sehr viele mechanische Baugruppen enthalten. Aber auch mit Automatisierungstechnik, Fluidtechnik, Sensorik oder FEM-Analysen habe ich mich schon während des Studiums intensiv im Unternehmen beschäftigt und benötige dieses Wissen nun regelmäßig.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag für Sie aus und welche Kompetenzen brauchen Sie dafür?
Ich bin derzeit Projektleiter und Konstruktions­verantwortlicher für die Weiterentwicklung einer Fisch-Verarbeitungsmaschine. Somit muss ich einerseits die mechanischen Baugruppen der Maschine entwickeln und testen, aber ich darf andererseits den Blick für das große Ganze nicht verlieren und muss dafür Sorge tragen, dass auch die anderen Teammitglieder ihre Aufgaben optimal erledigen können. Zudem bin ich derzeit oft auf Reisen, um neu entwickelte Maschinenfunktionen vor Ort beim Kunden zu testen. Da ist es manch­mal nicht ganz einfach, alles unter einen Hut zu bekommen, aber es macht trotzdem sehr viel Spaß.

Wenn Sie Präsident der TUHH wären…
…würde ich auf jeden Fall das duale Studium an der TUHH weiter ausbauen.